The Sound of Namibia: Sprachen

Seit dem vierten Oktober bin ich zurück in Deutschland. Und ich habe noch einiges Material, das ich nicht vorenthalten möchte. Beispielsweise ein paar schöne Hörbeispiele der Sprachen, die in Namibia gesprochen werden.

Unsere Kollegen vom Otjiherero-Service

Unsere Kollegen vom Otjiherero-Service

Englisch kennt natürlich jeder. In Namibia ist es seit 1990 Amtssprache und wird fast überall gesprochen. Ab der sechsten Klasse lernen die Kinder in der Schule auf Englisch. Muttersprachler gibt es allerdings nur etwa 25.000. Im namibischen Alltagssprech hat das ganze einen sehr sympathischen Akzent. Hier ein Ausschnitt aus dem National Programme der nbc zum Thema Englisch als Weltsprache:

 

Afrikaans wird von etwa 180.000 Namibiern als Muttersprache gesprochen. Da Afrikaans bis zu Unabhängigkeit 1990 Amtssprache war, ist es heute noch sehr weit verbreitet.

 

OshiWambo ist die am weitesten verbreitete Muttersprache in Namibia. Etwa 1,1 Mio Namibier wachsen mit der Bantusprache OshiWambo auf. Ich habe leider kein eigenes Hörbeispiel, deshalb folgendes Video:

 

Über Khoekheogowab hatte ich schon einmal geschrieben. Die Sprache der Damara, Nama, Haillom und Topnaar lernen etwa 225.000 Menschen von Kindesbeinen an. Charakteristisch sind die für uns Mitteleuropäer nur schwer auszusprechenden Klicklaute.

 

Otjiherero ist die Sprache der Herero und wird in Namibia von etwa 200.000 Menschen gesprochen. Worum es bei diesem Ausschnitt geht, kann ich allerdings nicht sagen.

 

SeTswana wird nur im Caprivizipfel von etwa 12.000 Menschen gesprochen. Im benachbarten Botsuana hingegen Sprechen 90% der Bevölkerung diese Bantusprache. Hier der Parlamentsreport vom 12. Juli 2011 auf SeTswana:

 

 

Alles hat ein Ende

Vier Monate sind um, heute geht es für mich zurück nach Deutschland. Ich will eigentlich kein Fazit ziehen, denn so einfach kann man das gar nicht. Wo soll man da anfangen und wo aufhören? Ich belasse es der Einfachheit halber bei: Es war eine großartige und wohl eine der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens! Ich habe tolle Menschen getroffen, wurde immer herzlich Willkommen geheißen und habe ein wunderschönes Land entdecken dürfen.

Dass ich viel Spaß bei meinem Praktikum hatte, wird der Leser dieses Blogs wohl bereits bemerkt haben. Natürlich ist nicht immer alles glatt gegangen. Aber von welchen Sendungen wird man sich später am Kneipentisch erzählen? Die, bei denen alles funktioniert hat oder die, wo Pannen und schlechte Witze das Programm bestimmt haben? Richtig!

Ich habe die Highlights meiner Arbeit beim Deutschen Hörfunk der NBC zusammengeschnitten. Alles ist so On-Air gegangen, wie es hier zu hören ist. Manchmal hat es schon viel Geduld gekostet, wenn der Techniker mit der Bedienung des Ü-Wagens komplett überfordert war. Im Nachhinein war es aber ein großer Spaß:

Vielen Dank an alle, die ich hier in Namibia kennen lernen durfte. Besonders an meine Mitbewohner Uli Kubatta und Marcel Pauly: Wir haben ne Menge gesehen und erlebt, davon möchte ich nichts missen!

Ein Stück Afrika werde ich mit nach Hause nehmen, denn so eine Zeit verändert einen schon. Im positiven wie im negativen: T.I.A.

The Sound of Namibia

Am Montag fliege ich nach vier Monaten zurück nach Deutschland. Ich hatte eine unglaublich tolle Zeit in Namibia, habe wunderbare Menschen getroffen, die Landschaft genossen und viele neue Eindrücke gesammelt. Bei einem Radiomenschen liegt es natürlich nahe, dass er nicht nur mit offenen Augen, sondern auch mit offenen Ohren das Land erkundet. Ich habe versucht, den Sound of Namibia einzufangen:


Einkauf im Shoprite-Supermarkt


In einem Shebeen in Okahandja Park


Nach Sonnenuntergang am Wasserloch in Namutoni (Etosha)


Warten auf die Tiere am Wasserloch in Halali (Etosha)


Die Robbenkolonie am Cape Cross

Es ist nicht alles gut

Europäer, die Afrika besuchen, glauben oft genau zu wissen, wie die Welt funktioniert, wie sie funktionieren soll und was hier alles falsch läuft. Diese Arroganz den Menschen in Afrika gegenüber kommt daher, dass man als Europäer in seinem Sommerurlaub nur schwer ergründen kann, warum hier manche Dinge anders sind, als in Europa. Um das zu verstehen, muss man schon länger hier leben. Aber auch nach vier Monaten gibt es Dinge, die ich nicht verstehe. Und die möglicherweise wirklich besser laufen könnten.

Payday

So ziemlich das Schlimmste, was man machen kann, ist ein Einkauf nach dem Payday. Kurz vor Monatsende werden die Checks mit dem monatlichen Salaire ausgegeben. Die Einkaufszentren quellen dann über vor Leuten, die so schnell wie möglich das hart erarbeitete Geld in Waren umsetzen wollen. Mein Mitbewohner Marcel und ich hatten das erfolgreich verdrängt und uns heute ins Wernhil-Einkaufszentrum um die Ecke gestürzt. Wir haben fast zwei Stunden gebraucht für einen Lebensmitteleinkauf.

Defizite im Transportsystem

Die namibischen Einkaufswagen habe ich noch nie verstanden. In Deutschland befinden sich die Räder, mit denen sich der Einkaufswagen lenken lässt, in der Regel hinten. In Namibia hingegen vorn. Ich habe es vier Monate lang ausprobiert und bleibe bei meiner anfänglichen Einschätzung: Das funktioniert nicht! Es hat nichts mit Gewöhnung zu tun, vorn lenkende Einkaufswagen sind einfach unpraktisch.

Der Sieg der Lebensmittelchemie - kaum ein Getränk ohne Zusatzstoffe...aber schön bunt!

Der Sieg der Lebensmittelchemie - kaum ein Getränk ohne Zusatzstoffe...aber schön bunt! (Foto: Uli Kubatta)

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Gewitter über Windhoek

Sie kommt einen Monat zu früh, die kleine Regenzeit. Aber das wundert niemanden, denn nach einer extrem langen Regenzeit und einem sehr kalten Winter stimmt das Wetter in diesem Jahr sowieso nicht mehr.

Drei Tage hintereinander hat es jetzt immer mal wieder geregnet. Für mich war das der erste richtige Regen hier in Namibia. Und die Chance, auf dem Heimweg von der Redaktion mal richtig klatschnass zu werden. Im Schutze unseres Vordaches habe ich mich mit der Kamera bewaffnet auf die Jagd nach Blitzen begeben.

Ein recht ansehnlicher Glückstreffer

Ein recht ansehnlicher Glückstreffer

So sieht es aus, wenn man einen Blitz einfängt...

So sieht es aus, wenn man einen Blitz einfängt...

... und so, wenn man fünf Blitzfotos zu einem HDR-Bild zusammenrechnet.

... und so, wenn man fünf Blitzfotos zu einem HDR-Bild zusammenrechnet.

Meine Kollegen haben mir versichert, dass das noch überhaupt nichts war im Vergleich dazu, was man in der richtigen Regenzeit im Februar und März hier erlebt. Dann regnet es nämlich tagelang ununterbrochen. Ein Glück, dass ich dann schon wieder in Deutschland bin.

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