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Waidmanns heil!

Diesen Text habe ich noch auf dem Flughafen in Frankfurt geschrieben. Dabei wusste ich noch nicht, dass ich noch eine Nacht im Flughafenhotel verbringen werde…

Ganz entgegen meinem Naturell bin ich viel zu früh am Frankfurter Flughafen. Es ist warm, die schwüle Luft drückt schwer. Zwischen zwei Flughafengebäuden in einer Schlucht aus Beton, irgendwo in diesem verwirrenden Netz aus Straßen, Brücken und Glasfassaden gönne ich mir noch eine Zigarette. Neben den tuckernden Shuttle-Bussen wünscht sich meine Lunge nur noch, so schnell wie möglich von diesem feinstaub-belasteten Ort wegzukommen. Aber lang dauert es nicht mehr, dann bekommt sie die Luft des vergleichsweise menschen – und damit auch abgaslarmen Namibia.

Ein Land für Rentner?

Langsam wird es Zeit zum einchecken. Am Schalter hat sich bereits eine ungeduldige Schlange gebildet, ich reihe mich ein. So richtig scheine ich aber nicht zu diesem Flug zu gehören. Den Altersschnitt unterschreite ich um mehrere Jahrzehnte. Namibia – ein Land für Rentner? Mag sein, das werde ich noch herausfinden. In jedem Fall ein Land für aktive Rentner. Ich bin nicht nur der Jüngste in der Schlange, sondern auch der am schlechtesten ausgerüstete. Markenwanderstiefel müssen es schon sein. Und gegen die robusten Hartschalen-Koffer, die auch einen Sturz vom Allradwagen überstehen, wenn Oma und Opa mit 80 Sachen über die Sandpiste donnern, kann meine labberige Krakse nicht ankommen.

Eine Familie scheint besonders gut ausgerüstet zu sein. Auf den beiden Kofferwagen sehe ich drei flache, lange Koffer, je mit einem dicken Zahlenschloss gesichert. Ein älterer Herr scheint das Familienoberhaupt zu sein. Circa 65 Jahre alt, nicht der Größte, dafür von kräftiger Statur.

„Ich würde nie kurze Hosen tragen“ bemerkt er lautstark gegenüber den Damen der kleinen Reisegruppe. Meine Vermutung geht dahin, dass er sich vor Schlangen und Skorpionen schützen will. Er hingegen stellt fest: „Meine Beine sind so schön, da würdet ihr alle neidisch werden!“ Ein humorvoller Zeitgenosse also.

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Auf die Plätze, fertig….

zu lesen hab ich genug
Nicht einmal mehr 48 Stunden sind es bis zu meiner Abreise aus Leipzig. Und bis dahin ist noch unglaublich viel zu tun. Eine wichtige Sache habe ich aber gerade erledigt: Mein Reiseblog ist nun im Großen und Ganzen fertig, auch wenn ich mit Sicherheit hin und wieder daran etwas verändern werde. Noch glaube ich jedenfalls fest an meinen Vorsatz, hier regelmäßig zu bloggen. Wie gut ich diesen einhalten kann, wird wohl auch davon abhängen, wie gut oder schlecht der Zugang zum Internet sein wird. Nach dem was ich bisher so gelesen und gehört habe, soll mobiles Netz in Namibia auf jeden Fall wesentlich teurer sein als bei uns.

Um so was werde ich mich aber wohl erst in den kommenden Tagen kümmern. Jetzt heißt es erstmal Sachen packen und mich von allen verabschieden.