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Der Kameldornzweig

Im Programm des deutschen Hörfunks gibt es, wie in jedem Radioprogramm, hin und wieder Pannen. Mal baut ein Moderator ein dickes Sendeloch, mal wird eine vorproduzierte Sendung zu spät abgefahren. Ich hab heute allerdings einen wesentlich dickeren Bock geschossen. In unserer Service-Sendung „Karussell“ hatte ich meinen ersten richtigen Verlacher. Es war nur ein kleiner Lesefehler, der mich komplett aus dem Konzept brachte:

Ich war allerdings nicht der Einzige, der das Ganze lustig fand. Kurz darauf rief mich eine Hörerin an. Sie sei gerade dabei gewesen, ihrem Baby seinen Brei zu verabreichen, als mein Verlacher auch sie lauthals losprusten ließ. Das habe wohl auch das Baby erfreut, worauf hin es mit breigefülltem Mund ebenfalls loslachte…

 

Im kalten Wasser schwimmt’s sich gut

Vor meinem Praktikum bei der nbc war eine meiner größten Hoffnungen, auch moderieren zu dürfen. Macht man in Deutschland ein Praktikum bei einem Radiosender, ist das die große Ausnahme. Beim deutschen Hörfunk der nbc hingegen kann man sich als Praktikant gleich im Programm austoben. Oder wie mir bereits vor meiner Anreise versprochen wurde: „Wir werfen die Praktikanten ins kalte Wasser“.

Marcel und ich im Studio

Marcel und ich im Studio

Der Militärmarsch „Alte Kameraden“

Gleich an meinem ersten Tag in der Redaktion bekam ich meine eigene Sendung. „Wünsch dir was!“ heißt das wöchentliche Format und macht seinem Namen alle Ehre: eine Stunde lang wird nur die Musik gespielt, die sich unsere Hörer wünschen. Die Kollegin, die die Sendung bisher gemacht hat, war krank und so sollte ich auf unbestimmte Zeit einspringen. Warum man gleich dem ahnungslosen Praktikanten die Sendung anvertraute, wurde mir schnell klar, als ich die Playlist sah: Schlager, Volksmusik und ab und zu Oldies. Ich wurde also ins Studio geschickt und dachte mir während der Songs fix etwas einigermaßen intelligentes aus, womit ich den folgenden Titel anmoderieren konnte. Read the rest of this entry

Radio in neun Sprachen

Namibia ist ein Vielvölkerstaat. Die willkürlichen Grenzziehungen in der Kolonialzeit haben dafür gesorgt, dass eine namibische Nation erst mit der Unabhängigkeit langsam entstehen konnte. Dem muss auch das öffentlich-rechtliche Programm der Namibian Broadcasting Corporation (NBC) gerecht werden. Deshalb gibt es hier Radio in neun Sprachen.

„Guten Morgen“ wird zum Zungenbrecher

Namibia kann man mit Fug und Recht als multikulturell bezeichnen. Die wechselvolle Geschichte hat dazu geführt, dass es in Namibia heute mindestens 12 ethnische Gruppen gibt. Diese finden sich auch in den 12 Strahlen der Sonne auf der namibischen Flagge wieder.
Englisch ist zwar Amtssprache und man kommt damit in der Regel auch überall gut aus. Daneben gibt es aber eine Vielzahl von Sprachen, die in Namibia gesprochen werden. Sehr verbreitet ist Afrikaans. Es entwickelte sich im südlichen Afrika aus dem Neuniederländisch des 17. Jahrhunderts unter dem Einfluss einheimischer Sprachen. Afrikaans wird außerdem in Südafrika und teilweise auch in Botsuana, Simbabwe, Lesotho, Sambia und Malawi gesprochen. Read the rest of this entry

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