Namibia goes gaga

Namibia hat seinen Skandal: Am Samstag wurden die jährlichen Namibia Music Awards in Windhoek verliehen. Unter den Preisträgern: Die namibische Musikerin Lady May. Sie wurde für die beste House-Musik 2011 ausgezeichnet. Den Preis nahm sie artig entgegen, bedankte sich dann aber mit „Love me or hate me, but I’ll forever be Lady May“ und zeigte den Stinkefinger. Als Zugabe gab’s noch ein „Good night Motherfuckers“.

Nun könnte man vermuten, dass außer ein wenig missmutigem Raunen über den verbalen Tiefschlag nichts weiter durch den Blätterwald gerauscht wäre. Im Vergleich zu den Texten mancher Berliner Rapper ist „Motherfuckers“ fast noch Hochsprache. In Namibia hingegen löste Lady Mays „Dank“ einen Skandal aus. Noch auf der Bühne versuchten der Intendant der Namibian Broadcasting Corporation (NBC) und der Vertreter des Hauptsponsors die Situation zu entschärfen. Am Montag war Lady May dann auf den Titelseiten aller wichtiger Tageszeitungen.

Am Montag war Lady May auf allen Titelseiten

Am Montag war Lady May auf allen Titelseiten (The Namibian, Allgemeine Zeitung, New Era).

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Erste Impressionen

Langsam wird es Zeit, mal ein paar Bilder aus Windhoek zu veröffentlichen. Und da ich noch nicht einmal eine Woche hier bin, sind diese auch noch aus der Touristenperspektive geschossen:

Gepflasterte Fußwege gibt es nur in der Innenstadt

Gepflasterte Fußwege gibt es nur in der Innenstadt

Jedes Grundstück in unserem Viertel ist mit Mauern und Elektrozäunen, manchmal auch noch mit Stacheldraht gesichert.

Jedes Grundstück in unserem Viertel ist mit Mauern und Elektrozäunen, manchmal auch noch mit Stacheldraht gesichert

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Waidmanns heil!

Diesen Text habe ich noch auf dem Flughafen in Frankfurt geschrieben. Dabei wusste ich noch nicht, dass ich noch eine Nacht im Flughafenhotel verbringen werde…

Ganz entgegen meinem Naturell bin ich viel zu früh am Frankfurter Flughafen. Es ist warm, die schwüle Luft drückt schwer. Zwischen zwei Flughafengebäuden in einer Schlucht aus Beton, irgendwo in diesem verwirrenden Netz aus Straßen, Brücken und Glasfassaden gönne ich mir noch eine Zigarette. Neben den tuckernden Shuttle-Bussen wünscht sich meine Lunge nur noch, so schnell wie möglich von diesem feinstaub-belasteten Ort wegzukommen. Aber lang dauert es nicht mehr, dann bekommt sie die Luft des vergleichsweise menschen – und damit auch abgaslarmen Namibia.

Ein Land für Rentner?

Langsam wird es Zeit zum einchecken. Am Schalter hat sich bereits eine ungeduldige Schlange gebildet, ich reihe mich ein. So richtig scheine ich aber nicht zu diesem Flug zu gehören. Den Altersschnitt unterschreite ich um mehrere Jahrzehnte. Namibia – ein Land für Rentner? Mag sein, das werde ich noch herausfinden. In jedem Fall ein Land für aktive Rentner. Ich bin nicht nur der Jüngste in der Schlange, sondern auch der am schlechtesten ausgerüstete. Markenwanderstiefel müssen es schon sein. Und gegen die robusten Hartschalen-Koffer, die auch einen Sturz vom Allradwagen überstehen, wenn Oma und Opa mit 80 Sachen über die Sandpiste donnern, kann meine labberige Krakse nicht ankommen.

Eine Familie scheint besonders gut ausgerüstet zu sein. Auf den beiden Kofferwagen sehe ich drei flache, lange Koffer, je mit einem dicken Zahlenschloss gesichert. Ein älterer Herr scheint das Familienoberhaupt zu sein. Circa 65 Jahre alt, nicht der Größte, dafür von kräftiger Statur.

„Ich würde nie kurze Hosen tragen“ bemerkt er lautstark gegenüber den Damen der kleinen Reisegruppe. Meine Vermutung geht dahin, dass er sich vor Schlangen und Skorpionen schützen will. Er hingegen stellt fest: „Meine Beine sind so schön, da würdet ihr alle neidisch werden!“ Ein humorvoller Zeitgenosse also.

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Endlich angekommen

Es hat dann doch etwas laenger gedauert, bis ich in Namibia angekommen bin. Eigentlich sollte mein Flug bereits am Montag Abend gehen und am Dienstag Morgen ankommen. Der wurde aber gestrichen. Angeblich sei ein wichtiges Teil des Treibwerks defekt gewesen. Naja, besser vorher bemerkt als erst in der Luft. So bin ich dann also am Dienstag geflogen und am spaeten Abend endlich angekommen. Und gleich mal mit dem namibischen Winter konfrontiert worden. Vor allem morgens ist es hier zu dieser Jahreszeit richtig kalt, daran muss ich mich wohl erst noch gewoehnen. Auch daran, dass nicht jeder Rechner hier eine deutsche Tastatur hat.

Heute heisst es erstmal eine SIM-card besorgen und die Dinge des taeglichen Bedarfs einkaufen. Und dann werde ich auch bald mehr ueber die NBC und Windhoek schreiben und natuerlich Fotos reinstellen.

ratlose Lufthansa-Techniker

ratlose Lufthansa-Techniker

Auf die Plätze, fertig….

zu lesen hab ich genug
Nicht einmal mehr 48 Stunden sind es bis zu meiner Abreise aus Leipzig. Und bis dahin ist noch unglaublich viel zu tun. Eine wichtige Sache habe ich aber gerade erledigt: Mein Reiseblog ist nun im Großen und Ganzen fertig, auch wenn ich mit Sicherheit hin und wieder daran etwas verändern werde. Noch glaube ich jedenfalls fest an meinen Vorsatz, hier regelmäßig zu bloggen. Wie gut ich diesen einhalten kann, wird wohl auch davon abhängen, wie gut oder schlecht der Zugang zum Internet sein wird. Nach dem was ich bisher so gelesen und gehört habe, soll mobiles Netz in Namibia auf jeden Fall wesentlich teurer sein als bei uns.

Um so was werde ich mich aber wohl erst in den kommenden Tagen kümmern. Jetzt heißt es erstmal Sachen packen und mich von allen verabschieden.

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