The Sound of Namibia: Shoprite-Supermarkt


Einkauf im Shoprite-Supermarkt

Es ist nicht alles gut

Europäer, die Afrika besuchen, glauben oft genau zu wissen, wie die Welt funktioniert, wie sie funktionieren soll und was hier alles falsch läuft. Diese Arroganz den Menschen in Afrika gegenüber kommt daher, dass man als Europäer in seinem Sommerurlaub nur schwer ergründen kann, warum hier manche Dinge anders sind, als in Europa. Um das zu verstehen, muss man schon länger hier leben. Aber auch nach vier Monaten gibt es Dinge, die ich nicht verstehe. Und die möglicherweise wirklich besser laufen könnten.

Payday

So ziemlich das Schlimmste, was man machen kann, ist ein Einkauf nach dem Payday. Kurz vor Monatsende werden die Checks mit dem monatlichen Salaire ausgegeben. Die Einkaufszentren quellen dann über vor Leuten, die so schnell wie möglich das hart erarbeitete Geld in Waren umsetzen wollen. Mein Mitbewohner Marcel und ich hatten das erfolgreich verdrängt und uns heute ins Wernhil-Einkaufszentrum um die Ecke gestürzt. Wir haben fast zwei Stunden gebraucht für einen Lebensmitteleinkauf.

Defizite im Transportsystem

Die namibischen Einkaufswagen habe ich noch nie verstanden. In Deutschland befinden sich die Räder, mit denen sich der Einkaufswagen lenken lässt, in der Regel hinten. In Namibia hingegen vorn. Ich habe es vier Monate lang ausprobiert und bleibe bei meiner anfänglichen Einschätzung: Das funktioniert nicht! Es hat nichts mit Gewöhnung zu tun, vorn lenkende Einkaufswagen sind einfach unpraktisch.

Der Sieg der Lebensmittelchemie - kaum ein Getränk ohne Zusatzstoffe...aber schön bunt!

Der Sieg der Lebensmittelchemie - kaum ein Getränk ohne Zusatzstoffe...aber schön bunt! (Foto: Uli Kubatta)

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