Diese Musik macht krank!

Dem Hörer des deutschen Hörfunks der nbc wird schon viel zugemutet. Pop- und Rockmusik am Morgen, oft auch noch auf Englisch! Und jede Woche diese Sendung „Aufgedreht“ meines geschätzten Kollegen Thomas Stille, der seltsame Musik aller Stilrichtungen vorstellt. Und dann setzt so ein Praktikant noch einen drauf und spielt eine Stunde lang Metal!

Für die monatliche Sendung „Moderatorencharts“ darf einer der Moderatoren in seine Plattenkiste greifen und das spielen, was er am liebsten hört. Das hab ich mir nicht zweimal sagen lassen und von Dimmu Borgir über Manowar bis zu Opeth alles gespielt, was laut und „böse“ ist. Um die Hörer nicht all zu sehr zu verschrecken, gabs auch einen Disclaimer:

Nach einer Stunde Krach wurden alle Hörer wieder zum Programm begrüßt, die sich zwischenzeitlich ausgeklinkt hatten:

Manch ein Hörer hat meine „Warnung“ leider etwas zu ernst genommen. So wie Frau Harbig, die sich am Dienstag in der Call-In-Sendung „Telefonhörer“ zu Wort meldete.

Dass durch meine Sendung die Produktion von Metal, besonders in Namibia, vorangetrieben wird, glaube ich weniger. Auch wenn ich dies natürlich begrüßen würde. Beim nächsten Mal werde ich jedenfalls vor den Musik-Disclaimer einen Humor-Disclaimer setzen.

Radio in neun Sprachen

Namibia ist ein Vielvölkerstaat. Die willkürlichen Grenzziehungen in der Kolonialzeit haben dafür gesorgt, dass eine namibische Nation erst mit der Unabhängigkeit langsam entstehen konnte. Dem muss auch das öffentlich-rechtliche Programm der Namibian Broadcasting Corporation (NBC) gerecht werden. Deshalb gibt es hier Radio in neun Sprachen.

„Guten Morgen“ wird zum Zungenbrecher

Namibia kann man mit Fug und Recht als multikulturell bezeichnen. Die wechselvolle Geschichte hat dazu geführt, dass es in Namibia heute mindestens 12 ethnische Gruppen gibt. Diese finden sich auch in den 12 Strahlen der Sonne auf der namibischen Flagge wieder.
Englisch ist zwar Amtssprache und man kommt damit in der Regel auch überall gut aus. Daneben gibt es aber eine Vielzahl von Sprachen, die in Namibia gesprochen werden. Sehr verbreitet ist Afrikaans. Es entwickelte sich im südlichen Afrika aus dem Neuniederländisch des 17. Jahrhunderts unter dem Einfluss einheimischer Sprachen. Afrikaans wird außerdem in Südafrika und teilweise auch in Botsuana, Simbabwe, Lesotho, Sambia und Malawi gesprochen. Read the rest of this entry

Namibia goes gaga

Namibia hat seinen Skandal: Am Samstag wurden die jährlichen Namibia Music Awards in Windhoek verliehen. Unter den Preisträgern: Die namibische Musikerin Lady May. Sie wurde für die beste House-Musik 2011 ausgezeichnet. Den Preis nahm sie artig entgegen, bedankte sich dann aber mit „Love me or hate me, but I’ll forever be Lady May“ und zeigte den Stinkefinger. Als Zugabe gab’s noch ein „Good night Motherfuckers“.

Nun könnte man vermuten, dass außer ein wenig missmutigem Raunen über den verbalen Tiefschlag nichts weiter durch den Blätterwald gerauscht wäre. Im Vergleich zu den Texten mancher Berliner Rapper ist „Motherfuckers“ fast noch Hochsprache. In Namibia hingegen löste Lady Mays „Dank“ einen Skandal aus. Noch auf der Bühne versuchten der Intendant der Namibian Broadcasting Corporation (NBC) und der Vertreter des Hauptsponsors die Situation zu entschärfen. Am Montag war Lady May dann auf den Titelseiten aller wichtiger Tageszeitungen.

Am Montag war Lady May auf allen Titelseiten

Am Montag war Lady May auf allen Titelseiten (The Namibian, Allgemeine Zeitung, New Era).

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